Freitag, 16. März 2018
monochrom, 12:19h
Kontaktabbruch seit nun viereinhalb Tagen. Kein Lebenszeichen von der anderen Seite. Ich fühle mich ambivalent. Ein Teil von mir vermisst sie, drängt auf Kontaktaufnahme, erleidet schrecklichen Schmerz, ein zweiter Teil von mir verspürt Erleichterung, dass es vorbei ist und ein dritter Teil ängstigt sich, befürchtet den aufkommenden Sturm, der sich aus Zurückweisung und Verletzung begründet.
Noch immer kontrolliere ich das Handy, prüfe ihren Online-Status. Keine Lebenszeichen, als sei sie vom Erdboden verschluckt.
Abends nach Hause kommen ist nun anders als früher. Nach Hause. Mein Zuhause, was ist das schon; eine winzig kleine Wohnung, irgendwo im Nirgendwo, umgeben von Wäldern und den Reichtürmern der Gewinner unserer Gesellschaft. Dort lebe ich seit fast zwei Jahren, seit damals, als alles begonnen hat ... Ich besitze nicht mehr viel, nur noch das, was ich dringend benötige. Der Minimalismus war eine freiwillige, oder vielmehr, eine der Bequemlichkeit geschuldete Entscheidung. Meine Besitztümer passen in genau 14 mittelgroße Umzugskartons. Einige wenige Möbel, an denen mein Herz hängt, aus einer besseren Zeit, der ich entrissen wurde, der Rest ist seelenlos, nicht zu mir gehörig und fremd. Abends, wenn ich nach Hause komme, überkommt mich die Leere, das Tribut der Trennung, das ich zu zollen habe. Einst selbst Füllmittel für eine Leere, hat sein Wegfall nun seinerseits für ein neues Vakuum gesorgt, das ich noch nicht auszufüllen vermag. Trauer, Angst und Zuversicht wechseln sich ab. Nur nicht schwach werden. Sie spielt keine Rolle mehr in meinem Leben, nein, sie darf keine Rolle mehr spielen! Ein Fortsetzung unserer Beziehung wäre sinnlos gewesen, war eh nie sinnvoll, vollkommen gegenwartsbezogen ohne Aussicht auf eine Zukunft.
Noch immer kontrolliere ich das Handy, prüfe ihren Online-Status. Keine Lebenszeichen, als sei sie vom Erdboden verschluckt.
Abends nach Hause kommen ist nun anders als früher. Nach Hause. Mein Zuhause, was ist das schon; eine winzig kleine Wohnung, irgendwo im Nirgendwo, umgeben von Wäldern und den Reichtürmern der Gewinner unserer Gesellschaft. Dort lebe ich seit fast zwei Jahren, seit damals, als alles begonnen hat ... Ich besitze nicht mehr viel, nur noch das, was ich dringend benötige. Der Minimalismus war eine freiwillige, oder vielmehr, eine der Bequemlichkeit geschuldete Entscheidung. Meine Besitztümer passen in genau 14 mittelgroße Umzugskartons. Einige wenige Möbel, an denen mein Herz hängt, aus einer besseren Zeit, der ich entrissen wurde, der Rest ist seelenlos, nicht zu mir gehörig und fremd. Abends, wenn ich nach Hause komme, überkommt mich die Leere, das Tribut der Trennung, das ich zu zollen habe. Einst selbst Füllmittel für eine Leere, hat sein Wegfall nun seinerseits für ein neues Vakuum gesorgt, das ich noch nicht auszufüllen vermag. Trauer, Angst und Zuversicht wechseln sich ab. Nur nicht schwach werden. Sie spielt keine Rolle mehr in meinem Leben, nein, sie darf keine Rolle mehr spielen! Ein Fortsetzung unserer Beziehung wäre sinnlos gewesen, war eh nie sinnvoll, vollkommen gegenwartsbezogen ohne Aussicht auf eine Zukunft.
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Donnerstag, 15. März 2018
monochrom, 11:14h
Ich scheine den Absprung geschafft zu haben. Es tut weh. Meine Seele schreit. Das Loch, das durch den Verlust entstanden ist, klafft und schmerzt. Fast fühlt es sich an wie der Entzug von einer Droge. Nicht, dass ich damit Erfahrungen gemacht hätte. Aber so oder so ähnlich stelle ich es mir vor. Dabei ist der letzte Kontakt, das Ende, noch gar nicht so lange her. Nicht mal dreieinhalb Tage. Zweiundachtzig Stunden. Vor etwa zweiundachtzig Stunden habe ich diese Beziehung beendet. Ach was, Beziehung. Es war allenfalls eine Liaison, eine Affäre, auch wenn es sich oft anders angefühlt hatte. Vor zweiundachtzig Stunden der letzte telefonische Kontakt, der recht unerfreulich geendet hat. Seitdem Funkstille. Von beiden Seiten. Es war eine bewusste Entscheidung, eine, die lange reifen musste. Zwei Jahre hat unser zwischenmenschliches Miteinander gehalten. Etwas länger, zwei Jahre und, ja heute wären es zwei Jahre und ein Monat gewesen. Es schmerzt, ich bin auf Entzug. Wie ein Junkie. Noch immer schaue ich regelmäßig aufs Handy, überprüfe, ob sie mir geschrieben hat, sehe nach, ob sie bei WhatsApp online ist. Nichts. Weder das eine, noch das andere. Ich lenke mich ab, widerstehe den Versuchungen. Das Leben geht weiter.
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