Donnerstag, 15. März 2018
monochrom, 11:14h
Ich scheine den Absprung geschafft zu haben. Es tut weh. Meine Seele schreit. Das Loch, das durch den Verlust entstanden ist, klafft und schmerzt. Fast fühlt es sich an wie der Entzug von einer Droge. Nicht, dass ich damit Erfahrungen gemacht hätte. Aber so oder so ähnlich stelle ich es mir vor. Dabei ist der letzte Kontakt, das Ende, noch gar nicht so lange her. Nicht mal dreieinhalb Tage. Zweiundachtzig Stunden. Vor etwa zweiundachtzig Stunden habe ich diese Beziehung beendet. Ach was, Beziehung. Es war allenfalls eine Liaison, eine Affäre, auch wenn es sich oft anders angefühlt hatte. Vor zweiundachtzig Stunden der letzte telefonische Kontakt, der recht unerfreulich geendet hat. Seitdem Funkstille. Von beiden Seiten. Es war eine bewusste Entscheidung, eine, die lange reifen musste. Zwei Jahre hat unser zwischenmenschliches Miteinander gehalten. Etwas länger, zwei Jahre und, ja heute wären es zwei Jahre und ein Monat gewesen. Es schmerzt, ich bin auf Entzug. Wie ein Junkie. Noch immer schaue ich regelmäßig aufs Handy, überprüfe, ob sie mir geschrieben hat, sehe nach, ob sie bei WhatsApp online ist. Nichts. Weder das eine, noch das andere. Ich lenke mich ab, widerstehe den Versuchungen. Das Leben geht weiter.
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